Dass unglaubliche Wahlergebnis für die Grünen erfüllt uns mit großem Dank an die Wählerinnen und Wähler. Das Wahlergebnis drückt große Erwartung an die Grünen bei den Zukunftsthemen aus, aber auch ein wachsendes Vertrauen überall dort, wo Grüne schon länger in den Kommunen und Ländern Verantwortung übernehmen.

Stärkste Partei im Kreis Pinneberg, stärkste Partei in Schenefeld mit 29,3% der Stimmen sowie in zahlreichen weiteren Städten, Kommunen und Kreisen, sind eine Verpflichtung für uns Grüne, bei den Zukunftsthemen Klimapolitik, Energie, Mobilität, Landwirtschaft – und hier insbesondere Artenschutz – nicht beim Jamaika-Möglichen zu verharren, sondern weitergehende und vor allem zukunftsfähigere Lösungen zu entwickeln und einzufordern.

Wir freuen uns sehr, dass unser Landeskandidat Rasmus Andresen den Sprung ins Europaparlament geschafft hat und gratulieren ihm von Herzen.

Wir danken dem Landesvorstand und dem Bundesvorstand für einen hervorragend organisierten Wahlkampf und möchten diese gleichzeitig bitten, das Ringen um die Herzen und besten Köpfe für die Grünen noch zu verstärken. Wir müssen und wir werden noch sehr viel mehr werden!

CDU und SPD sind gut beraten, ihre schmerzhaften Ergebnisse nicht als an den Zeitgeist geopferte, temporäre, Einbrüche zu verstehen. CDU und SPD dominieren nur noch bei den über 70-Jährigen. Bei den unter 60-Jährigen sind die Grünen jetzt stärkste politische Kraft und bei den unter 30-Jährigen sind sie stärker als CDU, SPD und FDP in Summe. Das verändert Politik von Grund auf, nur dass die derzeit herrschenden Parteien im Bund das bis gestern scheinbar nicht wahrgenommen haben. Jetzt wissen sie es!

Die Kinder und Jugendlichen, die mit “Fridays for Future“ den Druck für eine forcierte Klimapolitik in den vergangenen Monaten massiv verstärken konnten, haben gelernt, dass sich politisches Engagement lohnt und zu Veränderungen führen kann. Wir Grüne sind uns sehr sicher, dass die Braunkohleverstromung deutlich vor 2030 zu einem Ende kommen wird und nicht, wie von CDU und SPD bisher halbherzig zugestanden erst 2038. Die Zeit läuft uns davon! Die Klimaziele für 2025 und 2030 wieder zu verfehlen ist keine Option!

SPD und CDU sollten sich auch überlegen, ob Artenschutz in ihrer Politik auch weiterhin eine Petitesse bleibt, wie gerade erst bei der Entscheidung für die Rudel Bejagung von Wölfen dokumentiert. Wie kann man Tigerschutz in Indien oder den Schutz von Leoparden und Löwen in Afrika fordern, wenn uns schon die paar Wölfe über den Kopf wachsen?

Politik wird künftig auch im Bund und im Land sehr viel grüner werden. Versprochen!

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/europawahl-analyse-wie-die-gruenen-auf-platz-zwei-geklettert-sind-a-1269410.html