Verkehrserziehung stärken!

Verkehrserziehung stärken!

Schulwegsicherung ist grundlegendes Ziel jeder kommunalen Verkehrspolitik. Nur, sichere Kreuzungsquerungen machen noch keinen sicheren Schulweg, wenn die Schüler die elementarsten Verkehrsregeln nicht beherrschen und beachten.

Das Fahrrad ist und bleibt das wichtigste Verkehrsmittel für die autonome Fortbewegung von Kindern und Schülern. Damit der

Schulweg nicht zum Sicherheitsrisiko wird, ist die Beherrschung verkehrsgerechten Verhaltens im Straßenverkehr ebenso zwingend, wie die Verkehrstauglichkeit des Fahrrads selbst.

Sicheres Verhalten im Straßenverkehr setzt aber Lernen und Erfahrung voraus. Hierbei verlässt man sich überwiegend auf die Vermittlung des erforderlichen Wissens und Verhaltens durch die Eltern und lässt es damit gut sein. Die Folgen sind bedenklich:

  • Eltern fahren mit dem Rad selbst mit Kindern im Kindergartenalter häufig auf der falschen Straßenseite.
  • Eltern befahren mit ihren Kindern die Bürgersteige in den Tempo 30 Zonen und das ebenfalls häufig auf der falschen Seite.
  • Eltern sind mit Kindern nicht selten bei fortgeschrittener Dunkelheit ohne Beleuchtung oder zumindest Sicherheitsbekleidung mit dem Fahrrad unterwegs.
  • Ein hoher Anteil der Schüler benutzt für den Schulweg – teils in Gruppen – mit dem Rad die falsche Straßenseite. Diese Schüler setzen sich einem stark erhöhten Unfallrisiko aus.

Aber auch die Eltern selbst stellen ein Sicherheitsrisiko für Kinder und Schüler dar: Im Nahbereich von KiTas und Schulen trifft man Eltern, welche die Geschwindigkeitsbeschränkungen im Umfeld der KiTas und Schulen missachten, in Serie an. Sie haben es halt gerade eilig …

Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit von Kindern und Schülern beantragt die Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN die Durchführung einer altersgerechten Verkehrserziehung in drei Stufen: 1.) KiTas, 2.) Grundschulen, 3.) 5. bis 8. Klassen der weiterführenden Schulen.

Die Verkehrserziehung der KiTa Kinder, aber auch der Grundschulkinder muss die Eltern verpflichtend einbeziehen.

Verkehrserziehung für die KiTa Kinder muss den Eltern vermitteln, worauf sie bei der Verkehrserziehung ihrer Kinder zur Verbesserung der Verkehrssicherheit ihrer Kinder achten müssen.

Bei der Verkehrserziehung für die Grundschulkinder muss das sichere und autonome Verhalten im Straßenverkehr eingeübt werden. Auch müssen Kinder und Eltern lernen, worauf es bei einem verkehrssicheren Fahrrad ankommt.

In der 3. Stufe der Verkehrserziehung in den weiterführenden Schulen muss vor allem die eigene Verantwortung für verkehrssicheres Verhalten gestärkt werden.

Die Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN beantragt die Erarbeitung eines praktikablen Verkehrserziehungskonzepts für die drei Altersstufen und die Kostenermittlung für die Durchführung durch die Verwaltung. Ein entsprechendes Haushaltsziel ist zu definieren.

Artikel kommentieren

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert. Mit der Nutzung dieses Formulars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten durch diese Website einverstanden. Weiteres entnehmen Sie bitte der Datenschutzerklärung.