Umwelt

IMMER MEHR GRÜN IN SCHENEFELD!

Im vergangenen Jahr wurden sie von den städtischen Gremien beschlossen:
Die von den GRÜNEN erarbeiteten Leitlinien zur Grünpflege!

Da sie im Ausschuss für Bauen und Feuerwehr zunächst sehr kontrovers diskutiert wurden, mussten wir noch einmal verdeutlichen, dass das Grünpflegekonzept aus Leitlinien mit langfristigen Zielen und Wirkungen besteht.

Es ist keinesfalls eine Handlungsanweisung nur für das Jahr 2017!

Die Umsetzung des Grünpflegekonzeptes soll in mehreren Schritten erfolgen.
Ziel: ein gutes Stadtbild, Naherholung und Naturschutz in der Innenstadt im Einklang, niedrigere Kosten.

Die Straßenbegleitgrünflächen und die Flächen des Düpenau Grünzuges sind bisher durch unsachgemäße Pflege und zu viel Hundekot völlig überdüngt. Indiz dafür sind die Fluren der großen Brennnessel, die sich überall in den Grünflächen breit machen. Erstes Ziel muss also sein, den Nährstoffeintrag zu stoppen.

Daher beschloss der Ausschuss auf Antrag der GRÜNEN einstimmig:

  • das bisherige Mulchen und Schreddern von allem, was in den Beeten und Grünflächen liegt – einschließlich Hundekot und Abfall – durch Mähen mit vollständiger Entfernung des Mähgutes, Mülls und Kots aus den Flächen zu ersetzen. Das entzieht den Flächen Nährstoffe und führt zu optisch ansprechenderen Ergebnissen.
  • Die Felder von großen Brennnesseln und Neophyten, wie dem indischen Springkraut werden gezielt behandelt und zurückgedrängt. Dabei soll auch getestet werden, ob Grubbern und Entfernen der Wurzeln praktikabel ist und nachhaltig wirkt.
  • Die Grünflächen werden zunächst zur Entfernung von Nährstoffen häufiger gemäht und das Mähgut vollständig entfernt.

Herr Heinz Grabert (NABU) stellte im Ausschuss noch einmal sein Angebot vor, einen Teilabschnitt des Sülldorfer Weges ausmagern und mit einer geeigneten Wildwiesensaat einzusäen. Dabei will er die Kosten hierfür zu übernehmen!

Das Angebot wurde von allen dankend angenommen. Die Maßnahme wird wertvolle Hinweise liefern, wie wir Grünflächen gezielt ausmagern können, damit vielfältigere und anspruchsvollere Pflanzengemeinschaften einen Lebensraum finden. Diese sind in der Regel optisch sehr viel attraktiver und längerfristig auch weniger intensiv in der Pflege.

Sobald wir das Hundekotproblem gelöst haben – und wir werden es lösen! – werden wir in weiteren Schritten mit dem Ausmagern von Teilflächen beginnen.

Erst wenn die Böden nährstoffärmer werden haben Blühpflanzen überhaupt wieder eine Chance!

Die Umstellung auf weniger häufiges Mähen kann natürlich erst nach erfolgreicher Ausmagerung erfolgen. Das wird einige Jahre in Anspruch nehmen, aber wir kommen dahin.

Schenefeld ist in der Grünpflege nach anfänglichen heftigen Kontroversen jetzt gemeinsam auf einem guten Weg!